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Pfingstochse, Pfingstochsen

Im Zusammenhang mit Pfingsten hat sich ein Tier einen besonderen Namen gemacht: der Pfingstochse. In vielen Gegenden war Pfingsten traditionsgemäß der Tag, an dem das Vieh zum ersten Mal auf die Weide getrieben wurde. Dies geschah in Form eines feierlichen Zugs oder gar einer Pfingstprozession durch die Gassen des Ortes und über die Felder. Das kräftigste Tier, der sogenannte Pfingstochse, wurde festlich mit Blumen, Stroh, Bändern, Glocken und Kränzen geschmückt. So entstand auch die Redensart "herausgeputzt wie ein Pfingstochse", die vornehmlich auf Männer bezogen war. Der Pfingstochse führte entweder den Zug an oder beschloß ihn. In einigen Dörfern in Mecklenburg wurden solche Züge sogar von einem "Hirtenkönig" und seinem "Hofstaat" angeführt.

Bis ins 19. Jahrhundert war es in ländlichen Gebieten ein weit verbreiteter Brauch, daß die Metzger an Pfingsten zu einem Pfingstessen zusammenkamen. Aus diesem Anlaß wurde ein ebenfalls prächtig geschmückter Pfingstochse, manchmal auch ein Pfingsthammel, durch das Dorf getrieben, bevor er sein Ende auf der Schlachtplatte fand. Der Ursprung dieses Brauchs dürfte in den germanischen Festen im Mai gelegen haben, mit denen unsere Vorfahren den Beginn des Sommers begrüßt haben. Damit verbunden war die Darbringung eines Tieropfers. Mit der Einführung des Christentums wurde Pfingsten auf die germanischen Frühlingsfeste übertragen.

Nur in ganz wenigen Gegenden blieben die Bräuche um den Pfingstochsen bis heute erhalten. Bekannt ist allerdings der Begriff. Denn es gibt auch zweibeinige "Pfingstochsen". Als solcher wird nämlich derjenige bezeichnet, der am Pfingstsonntag als letzter aus den Federn kommt. Im Schwarzwald werden Spätaufsteher auch als "Pfingstdreck" oder "Pfingstlümmel" bezeichnet. In Bayern kennt man neben dem "Pfingstochsen" auch den verwandten "Palmesel", den Langschläfer am Palmsonntag. In Westfalen wurden Langschläfer sogar in früheren Zeiten auf einer Schubkarre als "Pfingstochse" durch das Dorf gefahren. Mädchen, die sich verspäteten, erhielten den Namen "Pfingstjungfer" oder "Pfingstbraut".

Der "Pfingstochse" in Marwede im Landkreis Celle in Niedersachsen ist keine Gestalt aus Fleisch und Blut. Er trägt zwar auch Hose und Jacke, Schuhe, Brille und Hut; diese Kleidungsstücke umhüllen jedoch einen Strohkörper, der jedes Jahr neu geschaffen wird. Die Marweder nennen ihren Pfingstochsen auch "Pfingstkarl". Sein Schicksal ist es, am Pfingstsamstagabend aufgeknüpft zu werden und über Pfingstsonntag zu hängen. Manch Unwissender ist bei seinem Anblick schon erschrocken. Am Pfingstmontag wird der Pfingstkarl schließlich verbrannt. Unter großer Anteilnahme wird er dann gelöscht – mit Bier.

 

Bedeutung und Brauchtum zu Pfingsten in Deutschland

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Sonstiges zu Pfingsten

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