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Während Feste wie Weihnachten oder Ostern einen großen Reichtum an Bräuchen aufweisen können, haben sich im Zusammenhang mit dem Pfingstfest verhältnismäßig wenige Bräuche entwickelt. Dennoch gibt es sie. Die Pfingstbräuche stehen entweder im Zusammenhang mit der religiösen Bedeutung von Pfingsten oder haben einen jahreszeitlichen Bezug als Frühlingsbräuche und Maibrauchtum. Liturgienahes, religiöses Pfingstbrauchtum ist jedoch weit weniger ausgebildet.

Ein mittelalterlicher Pfingstbrauch ist das sogenannte Heilig-Geist-Schwingen, wobei lebendige Tauben in den Räumen der Kirche freigelassen wurden, eine hölzerne Taube beim Pfingsthochamt über den Köpfen der Gläubigen an einer Schnur kreisen gelassen oder eine geschnitzte Taube durch eine Öffnung der Kirchdecke herabgelassen wurde. Die Gemeinde empfing die herabschwebende Taube mit Weihrauch und Gebet. Dieser Brauch wird jedoch nicht mehr gepflegt. In Süddeutschland und vor allem im "Herrgottswinkel" kennt man aber noch das Aufhängen von Heiliggeisttauben in den Wohnstuben. Die Herstellung aus Zirbenhölzern ist eine interessante Volkskunst. Nach einer groben Bearbeitung des Holzes wird es in heißem Wasser gekocht und damit erweicht. Durch Einschneiden und Fächern des Holzes entstehen dann die schmucken Zirbentauben.

Mancherorts hat sich das Brauchtum erhalten, Pfingstfeuer anzuzünden. Die lodernde Flamme gilt dabei einerseits als Symbol für den Heiligen Geist, andererseits aber auch als Zeichen der Reinigung und Erleuchtung der Gläubigen. Einen besonderen Brauch mit dem Pfingstfeuer pflegte man im Salzburger Land. Dort wurden in vielen Kirchen aus dem sogenannten "Heiligengeistloch" brennende "Werchflocken" (brennendes Werg) auf die Kirchenbesucher gestreut und von den Männern mit ihren Hüten aufgefangen. Diese "Werchflocken" sollen vor Unwetter bewahrt haben. Ein schöner Brauch im Zusammenhang mit dem Symbol Feuer ist auch die Pfingstkerze auf dem Frühstückstisch. Sie steht brennend in der Mitte. An ihr kann dann jedes Familienmitglied seine eigene Pfingstkerze anzünden und vor sich hinstellen.

In Schwaben kennt man als Pfingstbrauch Flurumgänge und Prozessionen mit der Eucharistie. Dabei wird auch der Wettersegen gespendet, verbunden mit der Bitte um eine gute Ernte. Eine heute vielleicht etwas eigenartig anmutende Form der Prozession findet jährlich am Dienstag nach Pfingsten in Echternach in Luxemburg statt, die Springprozession zu Ehren des hl. Willibrord. Bei der Echternacher Springprozession wird auf eine eingängige Melodie getanzt. Im Mittelalter waren solche Prozessionen durchaus üblich.

Nicht nur im Rheinland veranstalten sogenannte Pfingstreiter Umritte und Reiterspiele. Derartige Pfingstbräuche haben ihren Ursprung in früheren Heerschauen. Im antiken Rom wurden sie am 1. März, dem Beginn des neuen Kalenderjahres und der warmen Jahreszeit, durchgeführt. Nördlich der Alpen fanden sie jedoch wegen des späteren Beginns der warmen Jahreszeit erst am 1. Mai eines Jahres statt. Die Orte der Truppenschauen hießen entsprechend Märzfeld bzw. Maifeld. Die Kirche war bestrebt, die militärischen Veranstaltungen in den kirchlichen Festkreis zu integrieren. Da ihnen jedoch von Natur aus jeder religiöse Bezug fehlte, bot sich nur die formale Einbindung in das zeitlich benachbarte Pfingstfest. Dabei waren die äußerst weltlich geprägten Turniere den Kirchenvertretern ein Dorn im Auge. Das päpstliche Verbot im frühen 14. Jahrhundert führte einerseits dazu, daß die Turniere einerseits auf die Fastnachtszeit verlegt wurden und andererseits die Heerschauen eine Umwandlung in Reiterprozessionen oder Umritte erfuhren

Das Wasser soll an Pfingsten wie zur Osterzeit über eine besondere Segenskraft verfügen. Im Laufe der Geschichte haben sich deshalb auch verschiedene Wasserbräuche herausgebildet. Verbreitet war es, sich zu Pfingsten in einem Bach zu waschen. Dieser Brauch erinnert ebenso an den Taufritus wie ein ähnlicher aus dem Raum Basel am Rhein (Schweiz). Dort wurden zum Beispiel junge Burschen oder auch eine aus Stroh, Tannenzweigen und Moos gebastelte Puppe, Pfingstlümmel (Pfingstsprützlig, Pfingstblüttlig) genannt, in einen Dorfbrunnen getaucht. Lange Zeit galt Pfingsten wie Ostern auch als beliebter Tauftermin. Dem zu Pfingsten niedergegangenen Tau sagte man Heilwirkung nach. Angeblich sollte er auch vor Sommersprossen schützen und vor Verhexung behüten.

 

Bedeutung und Brauchtum zu Pfingsten in Deutschland

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Sonstiges zu Pfingsten

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Stand: Monday, 09. May 2016 - URL dieser Seite: http://pfingsten-info.de/pfingstbrauch-brauchtum/index.html